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SCHULKUNST

Künftiger Standort Wiesencafé

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Kunst verändert Schule (und Gesellschaft), indem sie Kinder und Jugendliche aktiv daran beteiligt, architektonischen Raum und soziale Strukturen mit zu planen.

Inklusion ist gefordert. Schülerinnen und Schüler in Schulentwicklung ernsthaft einzubeziehen ist eine gesellschaftliche Chance. Schüler werden mit Künstlern, Architekten und Pädagogen in den Dialog gebracht und gestalten ihre Umgebung wirksam mit. Künstler initiieren diese Prozesse und begleiten sie bis zu einem ästhetisch fassbaren Abschluss. Zeitgenössische Kunst fungiert dabei als Katalysator für Schulentwicklung. Dies geschieht im Sinne einer Prozesskultur, die im Ergebnis zu Strukturen und Räumen führt, die von allen Beteiligten getragen werden.

Kunst und insbesondere die Kunst der Gegenwart beschäftigt sich mit dem Öffnen von Räumen. Künstler sind darin geübt Perspektiven zu wechseln und zu erkunden, wie solche Räume entstehen und welche äußere Form innere Freiheit verstärkt. Mittel für Kunst am Bau zu verwenden um Bauprozesse durch Künster und Künstlerinnen begleiten zu lassen öffnet Raum in Schule für die Erfahrung und die Lebensfreude, die aus Selber-Fühlen, Selber-Denken und Selber-Handeln wächst und aus der Entdeckung, dass diese Freiräume gemeinsame sind.

Sommer 2016 Päivi Kataiko von der UNI Dortmund besucht die Kinder der Alfred-Herrhausen-Schule auf der selbst geplanten Terrasse. Mit dabei ist eine Delegation von Schulentwicklern aus Monte Negro. Die Gäste sind beeindruckt. Gute Ideen gibt es viele, aber es gibt nur ganz wenige, die diese auch in die Tat umsetzen. Die Terrasse wurde für ihren innovativen Entwicklungsprozess und die besondere Formensprache mit dem Schulbaupreis NRW 2013 ausgezeichnet.

Mit gewachsenem Selbstbewusstsein, einem Resultat dieses Erfolges, stellten die Jugendlichen 2013 fest, dass ihrem Viertel in Düsseldorf Garath eine selbst konzipierte, gemeinsame Mitte fehlt: Ein offener Ort, an dem die Qualitäten der Menschen im Viertel und ihre Geschichten gewürdigt und sichtbar werden.
Den angrenzenden Betrieben fehlen Kantinen oder ein Mittagstisch. Die Jugendlichen der Alfred-Herrhausen-Schule haben durch die Schülerfirma bereits Erfahrungen mit Kochen und Catering gesammelt. Auf diese vorhandene Kultur wird aufgebaut. Gemeinsam mit den Anwohnern des Viertels, den Mitarbeitern der angrenzenden Betriebe sowie den Mitarbeitern der sozialen Einrichtungen im Viertel, wird dieser Ort erfunden und realisiert.

"Sichtbar machen des eigenen" und "gemeinsam etwas Besonderes schaffen" verstärkt Selbstwert und Potential von Gemeinschaft. Das Minderwertigkeitserleben der Bewohner des Viertels am Wittenberger Weg wurzeln darin außerhalb des Viertels als "anders", "fremd" wahrgenommen zu werden. "Man" erlebt sich in seinem Mangel. Die besondere künstlerische Herangehensweise arbeitet mit Potenzialen. Im Projekt entsteht ein Ort, in dem die eigene Kultur als stark erlebt werden kann. Das Viertel, seine Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen werden zu Gastgebern. Der Ort zum Geschenk für sich selbst und die Stadt.

 

Das "Wiesencafé" von Kevin und Marc. Es wurde am 19.05.2014 zur Probe aufgebaut. Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie unter "Arm oder Reich?", "Ideen sammeln", "Zusammenarbeit".

Unter "aktuelles" können Sie sich einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten verschaffen. Im Beiratsblog und unter den Rubriken Fachtag Schulkunst und Beiratsprotokolle finden Sie Reflexionen zum Projekt.